Französisches Baguette mit lockerer Krume, mit einem karierten Tuch und Brotmesser auf einem französischen Holzbrett.

Baguette backen: das französische Original für zuhause

Außen knusprig, innen luftig. 40 Minuten Arbeit, den Rest macht die Zeit
Rezept von Sonja
(5 von 11)
Vorbereitungszeit50 Minuten

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Inhaltsverzeichnis

Ein Baguette mit dünner, splittriger Kruste und luftiger Krume braucht nur vier Zutaten: Mehl, Wasser, Salz und wenig Hefe. Was es außerdem braucht, ist Zeit, aber nicht deine. Du stehst insgesamt etwa 40 Minuten in der Küche, den Rest macht der Kühlschrank. Ich zeige dir Schritt für Schritt, worauf es dabei ankommt.

Was macht ein original französisches Baguette aus?

Ein echtes französisches Baguette hat eine dünne, splittrige Kruste und eine luftige, unregelmäßig gelochte Krume. Es besteht nur aus vier Dingen: Weizenmehl, Wasser, Salz und wenig Triebmittel. Kein Fett, kein Zucker, keine Zusätze. Der Geschmack kommt aus der Zeit, nicht aus vielen Zutaten.

Baguette de tradition française: In Frankreich ist der Begriff „Baguette de tradition française“ gesetzlich geschützt. Ein solches Baguette wird ohne Zusatzstoffe und ohne Tiefkühlung hergestellt. Eine gute Boulangerie erkennst du oft schon an der Schlange bis auf die Straße.

Nahaufnahme von einem französischen Baguette mit lockerer Krume, mit einem karierten Tuch auf einem rustikalen Holzbrett.

Baguette, Flûte oder Parisienne: was ist der Unterschied?

Baguette, Flûte und Parisienne sind dasselbe Gebäck aus demselben Teig, sie unterscheiden sich nur im Gewicht und damit im Verhältnis von Kruste zu Krume. Je dünner das Brot, desto mehr Kruste bekommst du.

Das Baguette ist das Standardmaß, etwa 250 Gramm bei einer Länge um 65 Zentimeter. Wenn in Frankreich jemand einfach „une baguette“ bestellt, meint er dieses.

Die Flûte ist leichter und dünner. Dadurch verschiebt sich das Verhältnis zugunsten der Kruste, sie ist außen knuspriger und innen luftiger. Wer Kruste liebt, ist hier richtig.

Die Parisienne ist die schwerere Variante, etwa 400 Gramm. Mehr Krume, weniger Kruste, dafür bleibt sie länger frisch.

Und die Ficelle ist die dünnste Form, kaum mehr als ein Strang Kruste. Sie ist am nächsten Tag hart wie ein Stock, deshalb kauft man sie in Frankreich morgens und isst sie mittags.

Aus diesem Rezept kannst du alle vier Formen backen. Du änderst nur die Teigeinlage, also das Gewicht pro Strang, und passt die Backzeit an. Bei kleineren Broten backst du kürzer, bei größeren länger.

Was kein Baguette ist

Ciabatta kommt aus Italien und ist ein anderer Teig. Deutlich mehr Wasser, flacher geformt, große unregelmäßige Poren und eine weichere, mehlige Kruste. Ein Ciabatta wird nicht eingeschnitten.

Croque ist gar kein Brot, sondern ein überbackenes Sandwich. Der Croque Monsieur wird klassisch aus Toastbrot gemacht, nicht aus Baguette.

Der Unterschied zu deutschem Brot liegt vor allem in der Haltbarkeit. Ein Baguette besteht nur aus Mehl, Wasser, Salz und Hefe, ohne Fett und ohne Sauerteig. Genau deshalb schmeckt es frisch so gut und am nächsten Tag kaum noch. Deutsches Brot mit Roggen und Sauerteig hält dagegen tagelang.

Französisches Baguette, mit einem karierten Tuch und Brotmesser auf einem französischen Holzbrett.

Kann ich das auch zuhause backen?

Ja, das kannst du. Du brauchst kein Profi-Equipment, sondern vor allem etwas Zeit und ein bisschen Übung beim Formen. Die ersten Baguettes sehen selten perfekt aus, das ist normal und wird mit jedem Mal besser.

Wie gelingt die Kruste?

Die Kruste entsteht durch zwei Dinge: einen gut vorgeheizten Ofen mit Backstahl oder umgedrehtem Blech und Dampf in den ersten Minuten (das nennt man Schwaden). Den Dampf nach etwa 10 Minuten ablassen, damit die Kruste rösch wird.

Wie viel Zeit brauche ich?

Aktiv stehst du nur etwa 40 Minuten in der Küche. Den Rest macht die Zeit: Der Teig reift lang und kühl, oft über Nacht. Das bringt Aroma und verteilt die Arbeit auf zwei entspannte Tage.

Brauche ich spezielles Equipment?

Wenig. Hilfreich sind ein Backstahl oder Backstein (ein umgedrehtes Blech tut es auch), ein Bäckerleinen oder Geschirrtuch zum Reifen und eine Rasierklinge oder ein Bäckermesser zum Einschneiden. Mehr braucht es nicht.

Welche Zutaten in echtes Baguette gehören und warum

  • Mehl: französisches T65 ist ideal, weil es Stabilität und Dehnbarkeit verbindet. Alternativ Weizenmehl Type 550.
  • Wasser: macht den Teig geschmeidig. Ein höherer Wasseranteil (Hydration) sorgt für die offene Krume.
  • Salz: für Geschmack und eine stabile Teigstruktur.
  • Triebmittel: wenig Hefe (und optional etwas Anstellgut). Wenig Hefe plus lange Zeit gibt mehr Aroma als viel Hefe plus kurze Zeit.

Ohne französisches Mehl :Wenn du Type 550 statt T65 nimmst, starte mit etwas weniger Wasser und gib den Rest später schluckweise dazu (Bassinage). Für mehr Farbe und Aroma helfen 10 g inaktives Backmalz pro 500 g Mehl.

Selbst gebackenes Baguette mit knuspriger Kruste auf einem Holzbrett.

Meine 5 besten Zubereitungstipps für dein Baguette

Die Autolyse nicht auslassen

Misch Mehl und kühles Wasser, bis keine Mehlnester mehr da sind, und lass den Teig 30–60 Minuten ruhen. Er wird dadurch von allein dehnbarer, du musst kürzer kneten, und das Volumen wird besser. Danach fühlt sich der Teig glatter und geschmeidiger an, das ist dein Zeichen, dass die Autolyse ihre Arbeit getan hat.

Kneten mit Ziel, nicht nach Gefühl

Knete nur so lange, bis der Fenstertest klappt und die Teigtemperatur bei 22–24 °C liegt. Den Feinschliff machst du mit Bassinage: Die letzten 20 g Wasser knetest du zum Schluss schluckweise ein, bis der Teig weich-elastisch ist und sich vom Schüsselboden löst. Richtig ist es, wenn du den Teig dünn ausziehen kannst, ohne dass er sofort reißt.

Sanft vorformen und formen

Beim Vorformen straffst du nur leicht, beim Formen nimmst du die eingeschlossene Luft mit, statt sie herauszudrücken. Arbeite mit so wenig Mehl wie möglich und bestäube die Arbeitsfläche nur leicht. Mehlschichten zwischen den Teiglagen verhindern, dass der Teig verklebt, und bremsen den Ofentrieb. So bleibt der Teigling voluminös und federnd, nicht kompakt.

Die knappe Gare treffen

Vor dem Backen sollten die Teiglinge noch etwas Triebkraft in Reserve haben. Prüf das mit der Fingerprobe: Drückst du die Oberfläche sanft ein, kommt die Delle langsam und nicht ganz zurück. Das ist die knappe Gare. Der Teig fühlt sich dann lebendig und elastisch an, nicht schlaff wie bei Übergare und nicht bockig wie bei Untergare.

Einschnitt und Dampf, die halbe Miete

Schneide 3–4 lange, leicht überlappende Schnitte schräg zur Längsachse und halte die Klinge flach, etwa im Winkel von 30–45°. Back das Baguette heiß bei 250 °C an und schwade sofort kräftig. Nach 8–10 Minuten lässt du den Dampf ab und senkst bei Bedarf auf 230 °C. So bekommst du die typische Optik, einen guten Ofentrieb und eine zartsplittrige, knusprige Kruste. In den ersten 10 Minuten siehst du, ob es klappt: Dann zieht der Teig deutlich entlang der Schnitte auf.

Grafik mit der Anleitung für das richtige Einschneiden bei französischem Baguette.

Zeitplan für dein Baguette, Schritt für Schritt

ZeitSchritt
Tag 1, Teigzubereitung
16:00 UhrAutolyse ansetzen (Mehl und kaltes Wasser), 60 Min. ruhen lassen
17:00 UhrHefe und Salz einkneten, Bassinage nach Bedarf
17:50 Uhrdehnen und falten
18:20 Uhrdehnen und falten, dann abgedeckt für 40–48 Std. bei 4–5 °C in den Kühlschrank
Tag 2, RuhetagDer Teig reift im Kühlschrank, nichts zu tun.
Tag 3, Backtag
15:00 UhrTeig aus dem Kühlschrank holen, 60 Min. akklimatisieren (Ziel 18–20 °C)
16:00 UhrVorformen, schonend zu Zylindern aufrollen, 20–30 Min. im Bäckerleinen entspannen (Teigschluss oben)
16:25 UhrOfen mit Backstahl oder Stein auf 250 °C vorheizen (ca. 40 Min.)
16:30 UhrFormen, mit Spannung zu Baguettes formen, zurück ins Leinen
16:30–17:10 UhrStückgare ca. 40 Min. bis zur knappen Gare (Fingerprobe: Delle kommt langsam, nicht ganz zurück)
17:10 Uhreinschneiden (3–4 flache, überlappende Schnitte), einschießen, sofort kräftig schwaden
17:10–17:35 Uhrbacken ca. 25 Min., nach 8–10 Min. Dampf ablassen, bei Bedarf auf 230 °C senken

Wichtig: Raumtemperatur, Mehl und Ofen sind verschieden, plane bei der Stückgare 10 Min. Puffer in beide Richtungen ein. Entscheidend ist die Gare, nicht die Uhrzeit.

Französisches Baguette mit lockerer Krume, mit einem karierten Tuch auf einem französischen Holzbrett.
(5 von 11)

Original französisches Baguette Rezept

Vier Zutaten und viel Ruhe, und du bekommst ein Baguette wie vom französischen Bäcker: außen knusprig, innen luftig. Am Backtag bleibt es entspannt, du formst, schneidest ein und backst heiß.
Rezept von Sonja
Vorbereitung: 50 Minuten
Backzeit: 25 Minuten

Empfohlenes Zubehör

4 Stück à 210−215 g Teigeinlage

Zutaten

Für den Teig

  • 500 g franz. Weizenmehl T 65 - oder gutes Weizenmehl Type 812 oder 550
  • 320 g kühles Wasser
  • 3 g Frischhefe - oder 1 g Trockenhefe
  • 12 g Salz
  • 20 g kühles Wasser, bei Bedarf - (Bassinage)

Zubereitung 

TAG 1: Teig zubereiten

  • Mehl und kühles Wasser kurz, aber gründlich mischen.
    Abgedeckt 60 Min. bei Raumtemperatur ruhen lassen. (Autolyse)
    500 g franz. Weizenmehl T 65
    320 g kühles Wasser
  • Danach die Hefe hinzufügen und 10 Min. langsam kneten.
    Danach 2–3 Min. bei höherer Stufe auskneten, bis der Fenstertest gelingt.
    Dabei das Salz und nach Bedarf portionsweise bis zu 20 g Wasser einarbeiten (Bassinage).
    (Ziel-Teigtemperatur: 22–24 °C)
    3 g Frischhefe
    12 g Salz
    20 g kühles Wasser, bei Bedarf

Stockgare (1. Teigruhe)

  • Den Teig in eine leicht geölte Teigwanne oder Schüssel geben. Abgedeckt 60 Min. bei Raumtemperatur (20–22 °C) anspringen lassen, dabei nach 30 Min. und 60 Min. dehnen & falten. Ich arbeite hier immer mit dem Coil Fold.
  • Anschließend für etwa 40−48 Stunden im Kühlschrank (bei 4−5 °C) reifen lassen.

TAG 3: Preshape (Vorformen)

  • Teig aus dem Kühlschrank nehmen und 60 Min. bei Raumtemperatur akklimatisieren lassen.
    Dann auf die leicht bemehlte Arbeitsfläche 4 rechteckige Stücke abstechen, schonend mit etwas Spannung zu Zylindern aufrollen.
    20–30 Min. im Bäckerleinen entspannen lassen (Schluss oben, glatte Seite unten).

Formen + Stückgare (2. Teigruhe)

  • Schonend zu länglichen Baguettes formen, zurück ins Leinen (Schluss oben, glatte Seite unten) und ca. 40 Min. bis zur knappen Gare reifen lassen.
    (Fingerprobe machen: Delle springt langsam, nicht komplett zurück).

Backen

  • Den Backofen mindestens 30 Min. zusammen mit einem Backstahl oder umgedrehten Backblech auf 250 °C Ober-/Unterhitze (Heißluft 230 °C) vorheizen.
  • Die Teiglinge direkt vor dem Backen 3–4 mal längs einschneiden, lang, flach (30–45°) und leicht überlappend.
  • Einschießen und sofort kräftig schwaden (Dampfstoß).
    Insgesamt 25 Min. backen, nach 10 Min. den Dampf ablassen und bei Bedarf die Hitze auf 230 °C reduzieren. Optional für die letzten 5–10 Min. auf Heißluft umschalten.
    Anschließend auf einem Rost auskühlen lassen.

Video

Meine Tipps

Wichtig beim Backen mit deutschem Mehl
Wenn du kein französisches Weizenmehl verwendest, empfehle ich dir die Zugabe von 10 g inaktivem Backmalz oder Gerstenmalzextrakt pro 500 g Mehl.
 
Zeitplan (Beispiel)
Tag 1, Teigzubereitung
  • 16:00 Uhr: Autolyse ansetzen (Mehl und kühles Wasser)
  • 17:00 Uhr: Teig kneten
  • 17:50 Uhr: dehnen und falten
  • 18:20 Uhr: dehnen und falten, dann in den Kühlschrank
 
Tag 2: Ruhetag, der Teig reift im Kühlschrank
Tag 3, Backtag
  • 15:00 Uhr: Teig aus dem Kühlschrank nehmen
  • 16:00 Uhr: Vorformen (Teiglinge zu Zylindern aufrollen)
  • 16:25 Uhr: Ofen mit Backstahl oder Stein auf 250 °C vorheizen (ca. 40 Min.)
  • 16:30 Uhr: Formen
  • 16:30–17:10 Uhr: Stückgare
  • 17:10 Uhr: einschneiden, einschießen und sofort kräftig schwaden
  • 17:10–17:35 Uhr: backen, nach 8–10 Min. Dampf ablassen (optional die letzten 5–10 Min. Heißluft)
 
Du kannst Teig auch im Thermomix kneten
  • Autolyse: 1 Min. Teigknetstufe mit kaltem Wasser, dann 60 Min. abgedeckt quellen lassen. Wichtig ist, dass das Wasser wirklich kalt ist, sonst wird der Teig zu warm.
  • Kneten: 6–7 Min. Teigknetstufe, in den letzten 2 Min. Salz und bei Bedarf das Bassinage-Wasser durch die Deckelöffnung zugeben. Zieltemperatur des Teigs 22–24 °C.
  • Danach wie oben beschrieben weiterverfahren.

Nährwerte pro Portion (ca.)

Kalorien: 455,8 kcal | Kohlenhydrate: 95,5 g | Eiweiß: 13 g | Fett: 1,2 g | : 1 Baguette
Du willst wissen, worauf es wirklich ankommt?Ab hier findest du meine Tipps, die häufigsten Fehler und Antworten auf häufige Fragen.
Französisches Baguette mit lockerer Krume, mit einem karierten Tuch und Brotmesser auf einem französischen Holzbrett.

Häufige Fragen

Kann ich auch 405er Mehl verwenden?

Type 405 geht zur Not, ist aber nicht ideal, weil es weniger backstark ist. Besser ist Type 550 oder französisches T65. Mit 405 wird die Krume feiner und weniger offen.

Kann ich das Baguette schneller zubereiten?

Ja, mit etwas mehr Hefe und Gare bei Raumtemperatur statt über Nacht. Du verlierst dann aber Aroma. Wenn du Zeit hast, lohnt sich die lange Führung.

Kann ich frische Hefe durch Trockenhefe ersetzen?

Ja. Als Faustregel entsprechen 3 g Frischhefe etwa 1 g Trockenhefe (Verhältnis 3:1). Für die kleine Hefemenge im Baguette nimmst du auch entsprechend wenig Trockenhefe.

Warum wird mein Baguette nicht luftig?

Meist liegt es an zu wenig Wasser im Teig, zu kurzer Reife oder zu wenig Spannung beim Formen. Achte auf eine offene Teigführung, gib dem Teig genug Zeit und arbeite ihn mit Spannung, aber ohne ihn zu entgasen.

Wie viel Baguette rechnet man pro Person?

Als Beilage zu Suppe oder Käse rechne ich mit einem halben Baguette pro Person. Wenn es die Hauptsache ist, etwa beim Raclette oder Fondue, eher mit einem ganzen. Aus diesem Rezept bekommst du vier Stück, das reicht für sechs bis acht Personen als Beilage.

Kann ich Teig oder ungebackenes Baguette einfrieren?

Besser ist es, fertig gebackene Baguettes einzufrieren und später aufzubacken. Roher Teig verliert beim Einfrieren Triebkraft und das Ergebnis wird weniger luftig.

Wie bewahre ich mein selbst gebackenes Baguette am besten auf?

Am Backtag lässt du es offen auf dem Rost liegen, dann bleibt die Kruste rösch. Alles Verpackte macht sie weich, weil die Feuchtigkeit aus der Krume nicht entweichen kann.
Für den zweiten Tag gibt es keine gute Lösung, und das liegt am Rezept: Ein Baguette besteht nur aus Mehl, Wasser, Salz und Hefe, ohne Fett und ohne Sauerteig. Genau deshalb schmeckt es frisch so gut und altert relativ schnell. In Frankreich kauft man deshalb täglich neu.
Wenn du weißt, dass du nicht alles schaffst, frier ein Baguette direkt nach dem Auskühlen ein. Das funktioniert deutlich besser, als es lange liegen zu lassen.

Wie backe ich ein Baguette vom Vortag wieder auf?

Besprüh es rundum mit Wasser und gib es für 5 bis 8 Minuten bei 220 bis 230 Grad in den Ofen. Das Wasser verdampft in der Kruste und macht sie wieder rösch, während die Krume Feuchtigkeit zurückbekommt. Ein tiefgekühltes Baguette kannst du direkt ohne Auftauen aufbacken, dann rechne mit 10–12 Minuten.

Nahaufnahme von einem französischen Baguette mit lockerer Krume, mit einem karierten Tuch auf einem rustikalen Holzbrett.

Noch mehr Baguettes aus meiner Backstube

Dieses Baguette ist mein Go-to, wenn es französisch knusprig und aromatisch sein soll, ohne Schnickschnack und mit zuverlässigem Ergebnis. Frisch aus dem Ofen braucht es bei mir nur gute Butter und etwas Fleur de Sel. Als Aufstrich dazu passt auch meine schnelle Tomaten-Feta-Creme.

Wenn du mehr in diese Richtung backen willst, probier als Nächstes mein rustikales Baguette oder das Sauerteig-Baguette. Und falls dich das Sauerteigbacken grundsätzlich reizt, findest du in meiner Sauerteig-Welt alles von der ersten Fütterung bis zum fertigen Brot.

Ich wünsche dir viel Freude beim Ausprobieren! Hast du eine Frage oder möchtest mir dein Feedback schicken? Schreib es mir einfach in die Kommentare, ich freue mich auf den Austausch.

 Alles Liebe,

Unterschrift Sonja

 

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Hi, ich bin Sonja

Ernährungsexpertin, Backbuchautorin und seit 10 Jahren Foodbloggerin. Mir reicht es nicht, dass ein Rezept funktioniert. Ich will wissen warum.

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32 Kommentare zu „Baguette backen: das französische Original für zuhause“

  1. 5 Sterne
    Ich hab das Baguette jetzt schon ein paarmal gemacht, und es schmeckt jedes Mal einfach super. Vielen Dank für das tolle Rezept. Sylvia

      1. Hallo,

        ja den Teig auf jeden Fall abdecken, am besten in einer Gärbox reifen lassen oder eine Schüssel mit Deckel nutzen.
        Zur Not tut es auch ein großer Teller als Deckel, falls du eine Schüssel nutzte. Ich empfehle immer gerne eckige Teigwannen, das macht das Formen bei Baguette und Brötchen oftmals einfacher.

        LG Sonja

          1. 5 Sterne
            Hallo Sonja,

            Die Baguette sind der Hammer. Ich selbst komme aus Frankreich und sie schmecken wie aus meiner Kindheit.
            Vielen Dank für das mega Rezept.
            Liebe Grüße
            Indra

          2. Hallo liebre Indra,

            wie schön, das freut mich wirklich sehr! Ganz lieben Dank für dein tolles Feedback. 🙂

            Liebe Grüße Sonja

  2. 5 Sterne
    Liebe Sonja – es ist vollbracht!! Meine ersten Baguettes nach deinem Rezept sind geboren. Ich bin mächtig stolz. Kruste schön kross, die Krume schön löchrig und schmeckt köstlich. Jedoch könnte die Krume trotz der Löcher noch etwas lockerer sein. Ich würde mir noch etwas mehr Ofentrieb wünschen. Ich glaube die 3/4 Gare habe ich nicht ganz getroffen.
    Im Kühlschrank stand der Teig 46 Stunden und hat schon die und andere Blase erzeugt. Danach habe ihn 1Stunde bei ca. 20 Grad akklimatisieren lassen. Beim Fingertest blieb eine kleine Mulde. Bei 3/4 Gare müsste er dich doch fast wieder zurück bilden. Hast du für mich einen guten Rat?
    LG Sieglinde

    1. Liebe Siglinde,
      erstmal Gratulation zu deinen ersten Baguettes. 🙂 Bei der Porung ist das richtige Aufarbeiten und Einschneiden ein sehr wichtiger Faktor. Der Ofen muss richtig schön heiß sein und gut geschwadet werden.
      Hast du den Teig im Thermi gemacht? Ich könnte mir vorstellen, dass der Teig eventuell relativ warm war nach dem Kneten und dadurch schneller fermentiert ist zu Beginn. Wäre also ein Versuch, die Zeit im Kühlschrank etwas zu reduzieren. Hast du die Temperatur im Kühlschrank mal kontrolliert? Das ist auch oft eine Fehlerquelle. Ich muss 4° einstellen um ganz unten 5° zu erreichen.
      Bei 3/4 Gare springt die Delle zu etwa 50% wieder zurück. Hier habe ich die Unterschiede unter „Fingerdrucktest“ beschrieben: Fachbegriffe rund ums Brot backen

      Herzliche Grüße,
      Sonja

    1. Ich würde es mit 80 g aufgefrischter versuchen.

      Leider war dein Kommentar im Spam Ordner, daher antworte ich erst jetzt. Vielen lieben Dank für für deinen Kommentar!

      Herzlichst,
      Sonja

  3. 5 Sterne
    Hallo Sonja, ich liebe Dein Baguetterezept und habe es schon oft und erfolgreich nachgebacken. Jetzt bin ich endlich Besitzerin von Hefewasser und benutze dieses auch zunehmend gern. Kann ich denn dieses Baguettrezept auch einfach mit Hefewasser zubereiten? Was ich muss ich dafür beachten oder ändern? Großes Lob an dieser Stelle auch mal an deinen Blog und die tollen Rezepte!!! Viele Grüße, Katja

    1. Liebe Katja vielen Dank für dein Lob. Dann müsste man das Rezept total umbauen.
      Auf jeden Fall würde ich eine Biga oder einen Vorteig damit ansetzen. Flüssigkeit und Mehl von den Vorstufen dann in der Rezeptur abziehen.
      Vielleicht 150 g Poolish aus 75 g Mehl und 75 g Hefewasser herstellen. Dann bis zur Verdopplung im Raum stehen lassen, anschließend für 24-48h in den Kühlschrank geben. Diesen Vorteig dann für das Rezept benutzen.
      Probiert habe ich es allerdings noch nicht so. Vielleicht magst du lieber dieses Rezept mal ausprobieren? Daraus könntest du auch größere Baguettes formen: https://cookieundco.de/baguettebroetchen/

      Liebe Grüße,
      Sonja

  4. Liebe Sonja, jetzt ist mir genau das passiert, was Du in Deinem Text oben beschrieben hast🙈. Ich habe Baguettemehl T65 in einer Mühle bestellt und in der Zusammenstellung lese ich jetzt: Weizenmehl, Weizengluten, Gerstenmalz, Enzyme (Alpha-Amylasen). Hast Du mir einen Tipp, wie ich Dein tolles Rezept trotzdem umsetzen könnte? Hatte mich so über mein großes Mühlenpaket gefreut. Herzlichen Gruß und vielen Dank für deinen tollen Blog

    Lieben Gruß

    Birgit

    1. 5 Sterne
      Liebe Sonja,
      möchte das Baguette gerne backen. Ich habe das. T65 von bon“gu. Es enthält noch Weizenmalz.
      Kann ich das Mehl verwenden?
      Herzlichen Dank für deine Antwort und viele Grüße
      Ulrike
      Die Dinkelbauernkruste ist mittlerweile unser Lieblingsbrot.
      Nach einem holprigen Start ist das Brot nun perfekt, und ich finde die Zubereitung herrlich unkompliziert.

          1. 5 Sterne
            Bereits dreimal gebacken. Sind von Anfang an super geworden und schmecken toll!
            Herzlichen Dank, liebe Sonja.

  5. Liebe Sonja,
    ich habe gestern extra in der Mühle T65 Mehl gekauft, Teig angesetzt und heute morgen zufällig mit der Brille auf der Nase entdeckt, dass dem Mehl Enzyme zugesetzt sind… 🙁
    Muss ich den Teig jetzt entsorgen????

    1. Hallo,

      dann würde ich ihn nicht so lange reifen lassen. Meistens beschleunigen die Enzyme die Reife. Am besten nimmst du Mehl zum Aufbrauchen für Brötchen mit nicht so langer Teigführung. Zum Beispiel meine Mailänder Schrippen.
      Ich kann dir als T 65 das von der Bio-Mühle Eiling sehr empfehlen, das nutze ich selbst sehr gerne und es ist enzymfrei.

      LG Sonja

  6. Hallo, Sonja,

    trotz zweimaligem Versuch und penibler Einhaltung der vorgegebenen Parameter ist mir das Baguette nicht gelungen. Ich bin enttäuscht/frustriert. Entweder habe ich zuwenig oder zuviel Wasser daran. Der Teig geht im Kühlschrank nicht in dem erwartbaren Maß auf. Nach dem Backen habe ich eine sehr dicke Kruste und der Teig innen ist vergleichsweise nicht sehr löchrig und locker.
    Keine Ahnung, was ich falsch mache.
    Trotzdem liebe Grüsse
    Thomas

    1. Hallo,

      Baguettebacken gehört tatsächlich zu den Königsdisziplinen beim Backen und es gibt viele Fehlerquellen für deine Schilderung. Das Fängt beim Mehl selbst an, kann am Kneten liegen und auch am Backvorgang. Oftmals liegt es auch an der Aufarbeitung der Teiglinge. Ohne Bilder ist es für mich aus der Ferne ehrlicherweise noch schwerer zu beurteilen, warum das Ergebnis nicht zufriedenstellend bei dir ist.

      Eine dicke Kruste kann verschiedene Ursachen haben, wie eine zu hohe Backtemperatur, zu lange Backzeit, zu wenig Dampf während des Backens oder ein zu fester Teig.

      Welches Mehl hast du denn verwendet?

      LG Sonja

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